Urlaub auf Lavdara

Lavdara, die Familieninsel, der nördliche Teil liegt zwei Kilometer östlich von Sali, Dugi Otok. Die Insel ist etwa vier Kilometer lang und einen Kilometer breit. Sie hat ihren Namen vom römischen Wort Lapidarium (lapis = Stein). Die Römer haben die Insel als Steinbruch zum Bau der Altstadt von Zadar genutzt. Der aufmerksame Betrachter kann dies am Steinschutt an einzelnen Stellen der Westseite auch heute noch erkennen. Am besten zu sehen im südlichen Teil der Insel in der Nähe der Zypressengruppe.

Insel Lavdara in Kroatien

Auf der Insel gibt es insgesamt nur etwa 20 Ferienhäuser. Wenn man die bewohnte Zone von ungefähr 350m Länge verlässt oder gar das Boot besteigt, kann man den ganzen Tag in Einsamkeit verbringen. Der Aufenthalt auf Lavdara ist fast eine Robinsonade, ein Urlaub abseits der Zivilisation und doch mitten in Europa.

Mit den zu den Häusern gehörenden Motorbooten erreicht man in ca. 15-45 Minuten, je nach Haus- und Wetterlage, die kleine Ortschaft Sali. Dort bieten ein Tante-Emma-Laden und ein Supermarkt Nahrungsmittel und Getränke an. Gute Speiselokale sind "Konoba" und "Tamaris".

Auf dem Weg nach Sali kann man in die Bucht Dumboka fahren um sich mit Fisch und Muscheln zu versorgen. Dumboka liegt auf Dugi Otok, gegnüber von Lavdara. Für nächtliche Bootsfahrten ist eine starke Taschenlampe erforderlich.

Bis zur Insel Katina, dem Eingangstor zur Inselgruppe der Kornaten, benötigt man etwa 40 Minuten. Auf der Insel läßt sich ein interessanter Spaziergang unternehmen. Von Norden kommend geht man zunächst am Meer entlang. Vor der großen rechteckigen Bucht verläßt man das Meer und durchquert einen einen kleinen Pinienwald.

Danach erreicht man erneut eine, aber diesmal spitz zulaufende Bucht, an der sich ein Pfad entlang zieht. Am Ende der Buchtschlängelt sich der Pfad eine Anhöhe zu einem Olivenhain hinauf. Von da sind es nur noch wenige Meter zu einem halb verfallenen Gutshof, der ab und an, von auf der Insel ausgesetzten, Eseln besetzt ist; dann ist Vorsicht geboten weil die Esel sich leicht bedroht fühlen.

Vom höchsten Punkt (87 m) der Insel hat man einen weiten, ungehinderten Blick auf die Gruppe der Kornaten, auf Dugi Otok, Pasman und Uglian, bis zum Velebitgebirge.

Die Häuser liegen alle direkt am Meer (max. Entfernung 20m), die meisten in einem dichten, bis zu 20 m hohen Pinienwald, der die Hitze des Tages und die Kühle der Nacht abhält, so dass man immer eine erträgliche Schlaftemperatur vorfindet.

Die stets leichte Brise des Maestral, dem kroatischen Sommerwind, der gegen 11.00 aufkommt und etwa um 19.00 einschläft, trägt zu dem sehr angenehmen Klima bei.

Auf der Insel gibt es viele verchiedene Tiere unter anderen von Einheimischen ausgesetzte Esel, Schlangen (ungiftig), kleine Skorpione (ungefährlich), Gotteasanbeterinnen, Feldmäuse und auch mal Ratten, wenn man Lebensmittelreste auf der Terrasse oder in unmittelbarer Nähe des Hauses lagert.

Die Küste besteht teils aus Kiesstrand, kleinen Felsplateaus im Flachwasser und Felsen mit Treppeneinstieg ins Meer. Die Insel ist ein Paradies für Familien mit Kindern. Das Wasser ist so klar und sauber, dass man es trinken könnte, wenn es nicht so salzig wäre. Algen und Seeigel gibt es nicht, dafür Delphine, aber keine Haie.

Auf der Insel leben unter anderem ungiftige Schlangen, Gottesanbeterinnen, kleine, absolut ungefährliche Skorpione, Feldmäuse und Baumratten, die sich unter anderem von Oliven ernähren. Angeln ist überall möglich.