Urlaub auf Rab

Rab ist die wohl bekannteste Insel in Kroatien. Sie ist schon seit 100 Jahren touristisch erschlossen und ein begehrtes Urlaubsziel. Im Sommer tummeln sich viele Urlauber auf der Insel. Besonders der Hauptort Rab der gleichnamigen Insel, mit seinen engen Gassen und zahlreichen architektonischen Kunstschätzen aus dem Mittelalter, beherbergt zahlreiche Touristen. Über die ganze Insel verstreut gibt es viele Restaurants, Bistros, Discos und Nachtclubs. Auch der Naturfreund, der einen Robinsonurlaub bevorzugt, findet ruhige Stellen am Meer und in den Bergen.

Rab Altstadt in Kroatien

Das Angebot an Ferienwohnungen und Ferienhäuser für einen erholsamen Urlaub ist ohne Zahl. Die Qualität ist gut, da die "Raber" durch ihre langjährige Tradition im Tourismus wissen was man im Urlaub benötigt.

Den Urlaubsort Rab erreicht man per Fähre über den Küstenort Jablanac. Drei Fähren, die die Urlauber ohne Unterlass auf die Insel bringen, sorgen dafür, dass die Wartezeiten nicht allzu lang werden, was zu Ferienbeginn manchmal nicht ganz vermeidbar ist.

Barbat undBanjol inn Kroatien

Bei der Ankunft in Misnjak mag man nicht glauben, dass Rab eine der waldreichsten Inseln der Adria ist. Man lernt mit dem Ostteil zunächst eine gar nicht liebliche Insel kennen, die ziemlich vegetationslos ist. Dies verursacht die Bora, die im Spätherbst und im Winter gelegentlich das salzige Meerwasser auf die Insel weht.

Die nur 20 Kilometer lange Insel hat das mildeste Klima der Region, weil der kahle Bergrücken des Kamenjak die kalten Nordostwinde vom Festland abhält. Diesem Schutzschild verdankt Rab den Ruhm, mit 2500 Sonnenstunden "einer der strahlendsten Orte Europas" zu sein.

Für die Urlauber bieten sich Ausflüge auf das Festland an. Die Überfahrt mit der Autofähre von Misnjak (Insel) nach Jablanac (Festland) dauert nur 15 Minuten.

Auf dem Weg nach Norden erreicht man zunächst Sveti Juraj, einen kleinen verschlafenen Ort mit schönem Restaurant.

Die Stadt Senj sollte man alleine wegen der Uskokenfestung Nehaj, ihrer attraktiven Altstadt und den vielen guten Speiselokalen besuchen.

Novi Vinodolski hat einen lang gezogenen Badestrand, ebenso wie die sich im Norden anschließenden Orte Crikvenica und die dazugehörenden Orte Selce und Dramalj.

Ein Ausfug nach Plitvice zu den dortigen 16 ineinander laufenden Seen mit zahllosen Wasserfällen in einer Höhe von drei bis 78m ist ein echtes Naturschauspiel. Es werden dort Ferienwohnungen, Ferienhäuser und auch Zimmer angeboten. Die dortigen Vermieter sind auf Kurzaufenthalte eingestellt.

 

Wer von der, mit dem Festland durch eine Brücke verbundenen Insel Krk mit der Fähre von Baska nach Lopar übersetzt, lernt ein ganz anderes Rab kennen. Er landet direkt im Badeparadies der Insel. Statt der meist vorhandenen Kieselstrände besitzt die bewaldete Halbinsel Lopar 22 feinste Sandstrände. "Paradiesstrand" heißt der größte. Er ist extrem flach abfallend und daher für einen Familienurlaub, auch mit Kleinstkindern besonders gut geeignet. Der "Zigeunerstrand" ist eher noch ein Geheimtipp.

Natürlich ist auch hier, wie überall an der kroatischen Küste, reichlich Platz für FKK-Anhänger.
Stolz erzählt man, dass es bei Lopar schon 1907 den ersten FKK-Strand gab. Schöner ist natürlich die Geschichte von Edward VIII als FKK-Pionier, dem Mann, der 1936 noch vor der Krönung auf den britischen Thron verzichtete, weil er die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson heiraten wollte. Der später als Herzog von Windsor bekannt gewordene Edward habe, so sagt die Legende, 1934 vom Gemeinderat von Rab als Erster die Genehmigung zum Nacktbaden für Wallis Simpson und sich erhalten. Folgerichtig heißt der "Tatort" heute "Englische Bucht".

Der Hauptort Rab wurde schon 1889 zum Kurort und Seebad erklärt. Ein Zeuge des frühen Tourismus ist am Hafen das einst stolze Hotel Riva. Ansonsten hat sich Rab wunderbar herausgeputzt. Unverkennbares Markenzeichen sind die vier aus der Altstadt herausragenden Glockentürme. Die Altstadt mit ihren drei parallel verlaufenden Gassen ist eine der schönsten Flanierzonen an der Adria. Restaurants, Bars und Boutiquen, vor allem an der Srednja, der mittleren Gasse, machen den Ort von Frühjahr bis Herbst zu einem kroatischen Ibiza. Künstler und solche, die es gern wären, verwandeln Straßen, Plätze und die alte Stadtloggia in eine einzige Galerie.